edi, das Exhibition Design Institute der FH Düsseldorf bündelt Forschungsschwerpunkte und wissenschaftliche Arbeit, auch im Kontext von Forschungs- und Drittmittelprojekten, zum Thema Ausstellung, Event und Messe. Das Institut bietet einen viersemestrigen Masterstudiengang "Exhibition Design", der nichtkonsekutiv und forschungsorientiert aufgebaut ist. Der Studiengang Exhibition Design beschäftigt sich mit dem breiten Panorama des Gestaltens in Bezug auf Kommunikation und Raum. Eine darauf folgende Promotion ist mit Kooperationspartnern möglich.



Gestaltung ist Haltung.
Am gemeinsamen Exhibition Design Institute (edi) haben die PBSA Peter Behrens School of Architecture (PBSA) und das Department of Design einen innovativen transdisziplinären Lehransatz entwickelt. Dabei wird auf die Diplom- und Bachelor-Studiengänge Kommunikationsdesign, Produktdesign, Architektur und Innenarchitektur aufgebaut und mit den Masterstudiengängen Kommunikationsdesign, Produktdesign, Architektur und Innenarchitektur punktuell kooperiert. Beteiligt sind außerdem die Fachbereiche Medien und Wirtschaft. In der Verknüpfung von Forschung, Lehre und Praxis werden Know-how gebündelt und neue Akzente in Ausstellung, Design und Architektur gesetzt. Damit löst sich das Programm von Peter Behrens ein, der 1904 bis 1907 Direktor der Düsseldorfer Kunstgewerbeschule war, aus der die Fachhochschule Düsseldorf hervorgegangen ist.



Mit dem Buch „new exhibition design 01“ ist 2007 eine eigene Publikationsreihe an den Start gegangen, die aktuelle Ausstellungen vorstellt und historische Aufarbeitung bereit stellt. Mit dem 4-semestrigen Master-Studiengang, Abschluss „Master of Arts in Exhibition Design“, beginnt ab Wintersemester 2008 ein fachübergreifendes und zukunftsorientiertes Studium in dreidimensionaler Kommunikation. Dieses Angebot ermöglicht individuelle Schwerpunkte zu setzen oder ein „Spezialist des Generellen“ zu werden.



«Design ist da, wo Gesellschaft noch nicht ist.» Dr. Michael Lentz



Ein Forschungsgegenstand ist das Medium Ausstellung bzw. dreidimensionale Kommunikation. Erforscht wird die Narrativität, Transformation und Medialität historischer und zeitgenössischer szenografischer Interventionen. Der Fokus richtet sich auf die Historie von Ausstellungen und deren Gestaltung/Design vor allem in einem sozio-kulturellen Kontext. Seit wann wird wie wo warum ausgestellt, in allen Varianten und Darstellungsformen. Dazu kommt die Analyse des Kontexts „Wahrnehmung und Vermittlung“ als psychologisches Thema. Welche gesellschaftlichen Entwicklungen führen zu welchen Veränderungen von Wahrnehmung und Vermittlung, wie reagiert man darauf mit dem ganzen Kanon der Vermittlungsformen, der sich so vielfältig darstellt wie nie zuvor.



Der andere Forschungsschwerpunkt „wandelbare Räume“ befasst mit der Variabilität bzw. Modellierbarkeit räumlicher Strukturen und versteht sich als räumliches Laboratorium, welches innovative Raumatmosphären und -prozesse entwickelt und entsprechende technische Lösungsansätze sucht und testet. Hierbei ist die analytische Beschäftigung mit historischen und typologischen Beispielen ebenso wichtig wie das Experiment auf der Suche nach neuen Möglichkeiten der Kommunikation. Eine Kooperation mit entsprechenden Partnern aus Kultur und Wirtschaft wird angestrebt.



Innovative Rauminszenierung verstehen sich heute weniger als „gefrorene“ Sets sondern vielmehr als anpassbare Organismen, welche unterschiedliche Optionen hinsichtlich Nutzung und Atmosphäre bereitstellen. Diese bewusst prozessuale Raumauffassung, die einerseits den Nutzer als einen möglichen Akteur in die Gestaltung einbezieht und andererseits eine ökonomisch/ökologische Effizienz als Reaktion auf sich zunehmend beschleunigende Bedürfnisse versteht, benötigt ein Instrumentarium zur entsprechenden Bereitstellung unterschiedlicher Raum-Konstellationen.



Ein „Raumlabor“, dient als Plattform für entsprechende experimentelle und wissenschaftlich erkundende, formal-räumliche Forschung. Mit dieser Projektplattform wird ein eigenständiges Präsentations- und Erprobungsmittel für innovative Zugänge und Lösungen geschaffen. Hier entstehen komplexe Informations- und Kommunikationsräume, die die klassischen Formen des Entwerfens weiter entwickeln und fortschreiben. Ein eigener permanenter Showroom, der auch in das kulturelle Leben der Stadt Düsseldorf eingebettet ist, soll als Forum in der Stadt etabliert werden.



Das Team der Düsseldorfer Lehrenden, das aus Architekten, Designern, Innenarchitekten und Kulturwissenschaftlern besteht, begleitet das Studium mit individuellem Charakter und vielfältigen Verknüpfungen zur Praxis und Forschung mit Engagement, Empathie und Begeisterung.